Die Prüfungen für den grünen, blauen und braunen Gürtel werden im Niedersächsischen Judoverband nicht mehr im Verein, sondern auf den höheren Untergliederungsebenen durchgeführt. Torsten Lattermann, der Ausbildungsbeauftragte im Judofachverband Heideregion, leitet dazu regelmäßig Lehrgänge und Workshops, die die Judoka aus der Heideregion und darüber hinaus auf die Anforderungen zur nächsten Gürtelstufe in der Sporthalle des TSV Wietzendorf vorbereitet.
Die letzte Lehrgangsreihe begann bereits im April dieses Jahres und beinhaltete jede Menge neue Würfe, Bodentechniken, Konter- und Abwehrtechniken sowie Positionswechsel, die in der Prüfung auf einem entsprechend fortgeschrittenen Niveau präsentiert werden müssen.
Ländlich, im Herzen der Lüneburger Heide, gelegen befindet sich das wunderschöne Örtchen Wietzendorf. Vom 8. – 9. Juni 2024 war der TSV Wietzendorf Austragungsort für die 2 Tolle Tage für Judoka mit und ohne Behinderungen. Diese zweitägige Maßnahme findet jedes Jahr an unterschiedlichen Austragungsorten in Niedersachsen statt und ist das kleine Sommerhighlight im ID-Judo
Mit rekordverdächtigen 170 Judokas startete am 25.05.24 das bekannte Heidepokalturnier in Wietzendorf. Neben den Vereinen aus der Heideregion, waren nicht nur benachbarte Vereine anwesend, sondern auch zahlreiche Gäste aus Berlin und der Region Düsseldorf mit dabei. Durch eine freundschaftliche Verbindung kam sogar eine internationale Beteiligung mit drei Judokas aus Innsbruck zustande. Für die lange Anreise wurden die auswärtigen mit einem Erlebniswochenende inkl. Heide Park Besuch und Übernachtung auf der Judomatte nach einem gemeinsamen Grillen entschädigt. Alle Beteiligten hatten viel Spaß und langjährig gepflegte Freundschaften wurden weiter gepflegt. Mit so vielen Teilnehmenden hatten die Ausrichter vom TSV Wietzendorf im Vorfeld eigentlich nicht gerechnet. Dementsprechend voll und laut war es in der großen Sporthalle an der Kampstraße, wo die mitgereisten Trainer, Eltern und Geschwister ihre Wettkämpferinnen und Wettkämpfer anfeuerten. Die besonders stark besetzen Altersklassen bis einschließlich U13 kämpften in den frühen Nachmittag hinein. Anschließend übernahmen die U15 und älter die Matten und zeigten ebenfalls sehr beachtliche Kämpfe. Das Turnier diente auch der Ausbildung der neuen Kampfrichter, die besonders gefordert waren. Ihnen und allen Helferinnen und Helfern, die an der Organisation beteiligt waren, gebührt großer Dank.
Zu einer Gürtelprüfung trafen sich 16 Judoka vom TSV Wietzendorf in der kl. Sporthalle an der Kampstr. ein um den Prüfern Andrea Morawietz-Lühr und Florian Koch ( beide 2.Dan) ihre zuvor erlernten Techniken zu demonstrieren.
Es wurden den Anforderungen entsprechend wurden im Stand Hüft-, Fuss- und Körperwürfe jeweils aus verschiedenen Bewegungssituationen gezeigt. Zu den Haltetechniken im Boden mussten auch Befreiungsaktionen aus Bein- bzw. Hüftklammern gezeigt werden. Im anschließenden Randori zeigen dann alle Teilnehmer noch einmal ihre erlernten Techniken mit unterschiedlichen Partnern.
Die Prüfung zum weiß gelben Gürtel haben Bestanden: Leo Uwe Heinze, Finn Peters und Sidney Schaft,
den gelben Gürtel tragen jetzt: Viktoria Hetzer, Felix Pütsch, Enno Holste, Elaine Ohlsen, Theo Slaby und Moritz Balzer.
Voller Stolz mit ihrem gelb orangen Gürtel sind: Lenny Diez, Tom und Zoe Strehmann, Jannes Führ, Elyas Rüter, Catalina Alvermann sowie Fenno und Jarno Lichte.
In Schneverdingen erleben fast 100 Teilnehmer eine vielseitige Veranstaltung
Ende April wurde die Judo-Safari, eine breitensportliche Aktion des Deutschen Judo Bundes (DJB) für Kinder bis zu einem Alter von 14 Jahren, vom TV Jahn Schneverdingen ausgerichtet. Mit 95 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Vereinen MTV Soltau, TSV Wietzendorf und Kodokan aus Osterholz-Scharmbeck sowie den eigenen Teilnehmern des TV Jahn Schneverdingen, versprach dieser Tag eine Menge Spannung und sportliche Herausforderungen.
Die Judo-Safari ist bekannt für ihre Vielseitigkeit und die Möglichkeit für die Teilnehmer, sich in verschiedenen Disziplinen zu beweisen und die begehrten Tier-Abzeichen (Aufnäher) zu erlangen. In Fünfer-Gruppen, eingeteilt in Altersgruppen bestritten die jungen Judoka fünf Stationen der Judo-Safari.
In der Kreativ-Station konnten die fast 100 jungen Teilnehmer zudem bunte Insektenhotels basteln, während beim Hüpfen das Motto „Inselhüpfen“ galt. Hier war Geschicklichkeit gefragt, um von Matte zu Matte zu hüpfen und die eigene „Insel“ Richtung Ziel zu bewegen. Die Werfen-Station bot eine Vielzahl von Herausforderungen, darunter Papierfliegerweitwurf und Gegenstände wie Badelatschen, Judojacken oder Gürtel in verschiedene Behälter zu werfen. Beim Parcours konnten die Judoka auf eine spektakuläre Strecke mit Klettern und Balancieren zählen, die von einem Trainer der Turnabteilung des TV Jahn Schneverdingen gestaltet wurde.
Im Wettkampfbereich hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen und Punkte beim „Mattenkönig“, „Pfützenziehen“ und „Bärenkampf“ zu erlangen.
Die Ergebnisse der Veranstaltung in der Heideblütenstadt spiegelten außerdem den Kampfgeist und die Fähigkeiten der Kinder wider. So erlangten die Vereine folgende Abzeichen: TV Jahn Schneverdingen: Gelbes Känguru (1), Roter Fuchs (3), Grüne Schlange (8), Blauer Adler (17), Brauner Bär (10), Schwarzer Panther (5).
Jannes Grünhagen, ein achtjähriger Judoka vom TV Jahn Schneverdingen, erzielte mit beeindruckenden 267 Punkten die höchste Punktzahl des Tages.
Die Judo-Safari 2024 war nicht nur ein Beweis für die herausragenden Leistungen der jungen Judoka, sondern auch für die großartige Teamarbeit des TV Jahn Schneverdingen und die über Vereinsgrenzen hinweg gelebte Unterstützung und Zusammenarbeit. Weiter geht es in Schneverdingen bei der Judo-Safari 2025.